kein


kein
kein Pron. std. (9. Jh.) Stammwort. Vereinfacht aus nichein (auch enchein) mit Verhärtung des Silbenanlauts ch-, dieses aus älterem nihein "und nicht ein" (vgl. gt. nih "und nicht", l. neque). Die entsprechenden mittelniederdeutsch-mittelniederländischen Formen mit g(h)- sind im Satztiefton entstanden (kaum ein echter grammatischer Wechsel). Mhd. kein bedeutet auch "irgendein", in dieser Bedeutung kommt es aus dehein, das seit Otfrid bezeugt ist - sein Vorderglied ist unklarer Herkunft.
Behaghel, O. Wiss. Beiheft zur ZVS 36 (1913), 178-181;
Behaghel 1 (1923), 422-425;
Marcq, Ph. EG 41 (1986), 1-7. deutsch iz.

Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache. 2013.

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  • kein — [kai̮n] <Indefinitpronomen>: 1. a) nicht ein, nicht irgendein: kein Wort sagen; keine Arbeit finden; kein Mensch war da. b) nichts an: kein Geld, keine Zeit haben; er kann kein Englisch. c) kehrt das nachstehende Adjektiv ins Gegenteil: das …   Universal-Lexikon

  • kein — Indefinitpronomen; 1 nicht ein (Einziger, Einziges), nicht eine (Einzige): Kein Mensch, kein Laut war zu hören; Sie fand keine saubere Tasse im Schrank; Es regnete keinen einzigen Tag 2 nichts an, nichts von: Sie hatte keine Lust, nach Hause zu… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • kein — e, , Plural e; kein and[e]rer; in keinem Falle, auf keinen Fall; zu keiner Zeit; keine unreifen Früchte; es bedarf keiner großen Erörterungen mehr. Allein stehend {{link}}K 76{{/link}}: keiner, keine, kein[e]s; keiner, keine, kein[e]s von beiden …   Die deutsche Rechtschreibung

  • kein — kein: Das allein stehend und attributiv gebrauchte Pronomen ist in mhd. Zeit durch Kürzung aus de‹c›hein »irgendein« in Mischung mit älterem ne‹c›hein »kein« entstanden, nachdem silbenanlautendes ch zu k geworden war. Die Entstehung von ahd.… …   Das Herkunftswörterbuch

  • kein — Pron. (Grundstufe) nicht ein Beispiele: Heute habe ich keine Lust dazu. Kein Mensch ist gekommen …   Extremes Deutsch

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